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Maria Hahnenkamp


ohne Titel (graphische Wandgestaltung in der Hauswirtschaftsschule Bruck) (2003)

Wandgestaltung - Pinzgau

Standort

Bahnhofstraße 9, 5671 Bruck an der Glocknerstraße

Standort:
Bahnhofstraße 9
5671 Bruck an der Glocknerstraße


Architektur

Hauswirtschaftsschule Bruck an der Glocknerstraße, Eingangsbereich in den Speisesaal und in das Mädcheninternat

Künstler_in

Maria Hahnenkamp

*1959 in Eisenstadt, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise unter anderen im Jahr 2007 den Würdigungspreis für künstlerische Fotografie vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. 1995 erhielt die Künstlerin den österreichischen Kunstpreis, den Monsignore Otto Mauer-Preis.

Projekt

Für die Hauswirtschaftsschule Bruck gestaltete Maria Hahnenkamp 2003 mehrere Wandflächen graphisch.

Maria Hahnenkamp verwandelte den Eingangsbereich der Hauswirtschaftsschule in einen architektonisch wie inhaltlich klar strukturierten Raum, um ihn zugleich au eine symbolische Ebene zu versetzen, auf der die Funktion des Ortes (…) angesprochen ist. In der formal überzeugenden Verschränkung von jeweils flächendeckender Wandgestaltung durch Ornament und Text, deren Farben Rot und Rosa mit dem vorhandenen Terrazzoboden korrespondieren, erschließt sich ein Raum, in den das Thema „Frau“, das tradierte Berufsbild von Frauen, eingeschrieben ist. Sowohl der Text als auch das Ornament, die die Wände überziehen, sind bewusst als Ausschnitte gesetzt. Sie sind nicht belehrend oder einschränkend, sondern eröffnen in diesem architektonisch wichtigen Verbindungsbereich zwischen innen und außen, zwischen Arbeits- und Privatbereich eine Denk- und Kommunikationszone. Die sachlich auf frauenspezifische Fragen und Probleme verweisenden Textausschnitte und die in die Abstraktion übergeführten Ornamentlinien, die aus Vorlagenbüchern des 19. Jh. stammen, bilden „imaginäre Verbindungslinien zwischen inhaltlichen und zeitlichen Ebenen“, um auf „neue, noch nicht begangene Wege“ (M. Hahnenkamp) zu verweisen (Silvia Eiblmayr).


Technik

  • Dispersion auf Wand
  • Textzitate aus: Regina Becker-Schmidt/Gudrun Axeli-Knapp Feministische Theorien zur Einführung, 3. Aufl. Hamburg: Junius Verlag, 2003
  • Wandformat: 285 x 400 cm
  • Ornamente: Vorlagenbuch von 1860, Wandformat: 285 x 700 cm

Vergabe

Geladener Wettbewerb