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Erik Hable, Ferhat Ayne


Ötzarayha rin – Projektionen von Heimat (2016)

Vorübergehend Kunst: Mixed Media Installation - Stadt Salzburg

Standort

Fanny-van-Lehnert-Straße 1/Karl Wurmb Straße 17, 5020 Salzburg

Standort:
Fanny-van-Lehnert-Straße 1/Karl Wurmb Straße 17 1
5020 Salzburg


Architektur

Das Bürgerzentrum am Bahnhof, ehemals Porschehof, wird seit 1998 als Bürogebäude für das Amt der Salzburger Landesregierung und die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung genutzt. Errichtet wurde der Gebäudekomplex im Wesentlichen in drei Bauetappen als Firmensitz des Porschekonzerns und wurde als solcher bis 1994 genutzt. Nach Plänen des Architekten Richard Pfob (1903-1985) wurde an der Kaiserschützenstraße das ursprüngliche Bürogebäude mit Präsentationsräumen, Wohnungen und Hotelgeschoßen errichtet. 1972 und 1988-90 wurden zwei weitere Bürokomplexe von den Architekten Wolfgang, Robert und Georg Soyka geplant und ausgeführt.

Künstler_in

Erik Hable

*1968 in Linz; Studium an der Universität Mozarteum in Salzburg. Der Künstler lebt und arbeitet in Salzburg.

Ferhat Ayne

*1982 in Sarikaya, Türkei; Studium an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart im Weißendorf-Programm. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

Projekt

Im Rahmen des Kunst am Bau Projektes „Vorübergehend Kunst“ führten Erik Hable und Ferhat Ayne das Projekt „Ötzarayha rin – Projektionen von Heimat“ aus. Dauer: 17.5.2016 – 30.9.2016

Die Installation thematisiert Narrative zu unterschiedlichen Aspekten individueller Heimatvorstellungen von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Diese gesammelten und aufgenommenen Heimatvorstellungen und Ergebnisse der Begegnungen verknüpfte er visuell mit der Ornamentik alpenländischer Bauernmalerei, die als Projektionsfläche für seinen eigenen, sehr diffusen Heimatbegriff (O-Ton: Erik Hable) stand.

Er übertrug Ornamente wie sie in der traditionellen österreichischen Bauernmöbelmalerei verwendet wurden auf die Fensterflächen des leerstehenden Raumes im Bürgerzentrum am Bahnhof und überlagerte diese Ornamente collageartig mit Videoprojektoren, Texte, Notizen und Fotographien. Durch Abstraktion und Überlagerung wurden kulturelle Zuordnung und nationale Identifizierung aufgebrochen und verändert, indem die Ornamentik in eine transkulturelle Erscheinungsform überführt wurde. Die Hybridisierung der Ornamente und Öffnung der damit verbundenen Bedeutungsebenen stellt einen Prozess dar, sich kulturell und gesellschaftliche Abgrenzung konstituieren, entgegenzusetzen.


Technik

  • Mixed Media Installation:
  • Schablonenmalerei auf Glas
  • Videoprojektionen
  • Text, Notizen und Fotographien

Vergabe

Offener Wettbewerb
2015