Projekte


Mutter und Kind (Vermächtnis) (1942)

Marmorskulptur - Stadt Salzburg

Standort

Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg

Standort:
Müllner Hauptstraße 48 48
5020 Salzburg


Architektur

Uniklinikum Salzburg, Campus LKH, Südliches Parkgelände

Künstler_in

Max Rieder

* 1909 in Salzburg, † 2000 in Salzburg. Studium an der Akademie für bildende Kunst bei Anton Hanak in Wien; Mitarbeit bei der Ausgestaltung des Regierungsviertels in Ankara, Türkei; von 1936 bis 1945 Assistent von Josef Thorak in München, dort wie auch in Salzburg Teilnahme an mehreren nationalsozialistischen Kunstausstellungen; ab 1945 lebte und arbeitete er in Salzburg, rege Ausstellungstätigkeit und Arbeiten im öffentlichen Raum.

Projekt

Während des Nationalsozialismus arbeitete Max Rieder als Assistent von Josef Thorak in Baldham bei München und beteiligte sich mit Marmorarbeiten mehrmals an der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ im Haus der Kunst in München, so auch 1943 mit dieser Figurengruppe unter dem Titel „Vermächtnis“. – Ein Gipsmodell mit dem Titel „Mutter und Kind“ war bei der Ausstellung „Deutsche Künstler und die SS“ 1944 in der Salzburger Residenz vertreten. In Rieders Gestaltung folgt die Skulptur durchwegs den nationalsozialistischen Kunstidealen, auch wenn diese seine Frau mit Tochter porträtiert.

Hildegard Fraueneder, Begegnungen mit Kunst, Campus LKH, Nr. 36

Anmerkung: Die Skulpturen von Fritz Klimsch, Rudolf Alexander Agricola und Max Rieder im Park der SALK entstanden zu Zeit des Nationalsozialismus. Sie sind im Kontext dieser Zeit zu verstehen. Ihren heutigen Aufstellungsort fanden die Figuren in den 1960er Jahren. Von einer Entfernung wurde bis heute Abstand genommen. Die Figuren bezeugen einen problematischen Abschnitt in der über 300-jährigen Geschichte des Landeskrankenhauses und stellen so einen Betrag zur Diskussion und Bewusstseinsbildung dar.


Technik

  • Marmor, Höhe 155 cm