Projekte

zurück zur Übersicht

Wilhelm Scheruebl


Licht (2019)

Landesklinik Tamsweg, Haupteingang - Lungau

Standort

Bahnhofstraße, 5580 Tamsweg

Standort:
Bahnhofstraße 7
5580 Tamsweg


Architektur

Die Landesklinik Tamsweg wird seit 2016 saniert und umgebaut. Baufertigstellung: Herbst 2019 Planung: Arch DI David Birgmann

Künstler_in

Wilhelm Scheruebl

*1961 in Radstadt; Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Der Künstler lebt und arbeitet in seinem Heimatort.

Projekt

Im Rahmen der Sanierungs- und Umbauarbeiten der Landesklinik Tamsweg wurde ein geladener Wettbewerb für eine künstlerische Gestaltung des Haupteingangsbereiches ausgeschrieben. Der Künstler Wilhelm Scheruebl ging mit seinen Konzept Licht als Sieger hervor. Beim Haupteingang wurde nach Plänen des Architekten DI Birgmann eine neuer eingeschoßiger Zubau errichtet. Die Glasflächen dieses neuen Windfangs wurden nach Entwürfen des Künstlers von der Glasmalerei Petters gefertigt.

Wilhelm Scheruebl über sein Werk: Mit meiner künstlerischen Intervention habe ich versucht einen positiven Akzent zu setzen. Der gläserne Eingangspavillon des Krankenhauses hat sich dafür angeboten und schien mir für meine künstlerischen Vorstellungen bestens geeignet. Mir ist wichtig die Menschen beim Betreten des Krankenhauses mit einem positiven und überraschenden visuellen Raumerleben zu empfangen. Hierfür eignet sich das Material Glas und dessen technische Verarbeitung als Isolierverglasung besonders gut.

Mit meinem Kunstwerk versuche ich den Übergang von der Alltagswelt in die Landesklinik als Membran zu gestalten. Mit einer Kombination aus gelber, transparenter Schmelzfarbe, Sandstrahlmattierungen und Schwarzlotrastern auf den vier Ebenen der Isolierverglasung gelingt es die unterschiedlich gestalteten Ebenen zu einer Einheit mit dichten Gestaltungsinseln zu verschmelzen. So entsteht eine hochtransparenter, farbiger Eingangsbereich, der den Besucher mit einer warmen, positiven Atmosphäre empfängt. Auch der Blick von innen nach außen wird durch den hohen Gelbanteil immer eine positive Ausstrahlung vermitteln. Selbst bei schlechtem Wetter wird man in diesem Zwischenraum immer das Gefühl haben, dass draußen die Sonne scheint.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Kunstwerk die Wärme eines Sommertages vermitteln und für den Nutzer erlebbar machen kann.

Für mich entstand bereits während der Entwurfsarbeit eine Verbindung zu den sogenannten goldenen Fenstern der Wallfahrtskirche St. Leonhard. Ich habe versucht, die positive und warme Atmosphäre der kunsthistorisch einzigartigen Glasfenster von St. Leonhard aufzunehmen und mit meinen heutigen Mitteln und Möglichkeiten in die Jetztzeit zu übersetzen.


Technik

  • Kombination aus gelber und transparenter Schmelzfarbe, Sandstrahlmattierungen und Schwarzlotraster auf Glas
  • Größe: Länge ca. 7,20 m + 7,50 m, Höhe ca. 3,20 m

Vergabe

Geladener Wettbewerb
2018