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Rudolf Alexander Agricola


Amazone (Speerträgerin) (1939)

Bronzeplastik - Stadt Salzburg

Standort

Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg

Standort:
Müllner Hauptstraße 48 48
5020 Salzburg


Architektur

Uniklinikum Salzburg, Campus LKH, Südliches Parkgelände

Künstler_in

Rudolf Alexander Agricola

*1912 in Moskau; †1990 in Königstein im Taunus. Studium bei Gerhard Marcks an der Burg Giebichenstein in Halle, 1933 Wechsel zu Richard Schebe nach Frankfurt am Main, dem er 1937 an die Preußische Akademie nach Berlin folgt; seitens des nationalsozialistischen Regimes zahlreiche Aufträge und Preise, u.a. 1937 Großer Staatspreis der Preußischen Akademie und 1938 Großer Deutscher Staatspreis; mehrfach an der Großen Deutschen Kunstausstellung in München vertreten; nach dem 2. Weltkrieg Wechsel ins Genre der Tierplastiken.

Projekt

Die athletische Frauenfigur mit einem nicht mehr vorhandenen Speer war sowohl bei der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1940 in München als auch bei der SS-Ausstellung 1944 in Breslau ausgestellt; in der Folge galt die Figur als verschollen. Wie und durch wen sie nach Salzburg gelangte ist weitgehend unbekannt, möglicherweise wurde sie 1953 im Zuge der Ausgestaltung der Grünflächen hier aufgestellt. Agricola schuf in den späten 1930er-Jahren zahlreiche überlebensgroße sportliche Frauenfiguren, in denen er der Bereitschaft und Wehrhaftigkeit der Deutschen Ausdruck verlieh.

Hildegard FrauenederBegegnungen mit Kunst, Campus LKH, Nr. 38

Anmerkung: Die Skulpturen von Fritz Klimsch, Rudolf Alexander Agricola und Max Rieder im Park der SALK entstanden zu Zeit des Nationalsozialismus. Sie sind im Kontext dieser Zeit zu verstehen. Ihren heutigen Aufstellungsort fanden die Figuren in den 1960er Jahren. Von einer Entfernung wurde bis heute Abstand genommen. Die Figuren bezeugen einen problematischen Abschnitt in der über 300-jährigen Geschichte des Landeskrankenhauses und stellen so einen Betrag zur Diskussion und Bewusstseinsbildung dar.


Technik

  • Bronze