Projekte

zurück zur Übersicht

Marianne Ewaldt


5 platonische Körper (2001)

Standort


Architektur


Künstler_in

Marianne Ewaldt

* 1944 in St. Lorenzen, Steiermark. Ausbildung bei Arno Lehmann, seit 1971 skulpturale Arbeiten in Keramik; 1980 erhielt sie den Förderpreis des Salzburger Kunstvereins, 1990 den Keramikpreis des Landes Salzburg; zahlreiche Ausstellungen und Labyrinthinstallationen im öffentlichen Raum u.a. in der Christian-Doppler-Klinik und im Lehener Park in Salzburg.

Projekt

Im Kontext der Sanierung und des teilweisen Neubaus der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau im Jahr 2001 gestaltete Marianne Ewaldt ihr Projekt „5 platonische Körper“. Diese Arbeit wurde 2010 in Absprache mit der Künstlerin aus technischen Gründen wieder abmontiert.

Die Arbeit bezieht sich auf die Geometrie als Symbolsprache der Schöpfung in dem Sinn, wie sie Platon im Dialog „Timaios“ versteht: die kosmischen Baubestandteile der Welt, zugeordnet den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther.

Ein weiterer Aspekt in der Vielfalt der Geheimnisse dieser Formen ist die Verbindung zur molekularen Struktur des Gesteins der Landschaft rundum und der Architektur des Bauwerks selbst, zum Beispiel den hexagonalen Wachstumsstrukturen im Pyrit.

Die Farbgestaltung begründet sich wie folgt. Der Tetraeder steht für Feuer und wurde daher rot gestaltet. Der Hexaeder wird mit der Erde assoziiert und ist daher grün gestaltet. Der Ikosaeder wiederrum wird hier mit Wasser verbunden, also blau gestaltet. Der Oktaeder, der der Luft zugeschrieben ist, wurde gelb gehalten. Und der Dodekaeder assoziiert mit dem Äther wurde orange gestaltet.